Freiwillige Feuerwehr
der Stadt Zell am See
Ausbildung

Ausbildungsart

Großübung der Feuerwehren des Abschnittes Pinzgau 2 und des Kat.-Zuges des Abschnittes Flachgau 4

Datum/Uhrzeit 12.06.2004 / 13:00 Uhr
(für Kat.-Zug Abmarsch in Wals-Siezenheim um 12,00 Uhr)
Ausgerückte Fahrzeuge FF Zell am See: Tank 1, Tank 2 (Bereitschaftsdienst), Tank 3, Tank 4, Pumpe 1, 2  KDO, Bus, Last, Rüst
FF Abschnitt 2 Pinzgau: Tank Kaprun, Pumpe Kaprun, Tank Piesendorf, Pumpe Piesendorf, Tank Bruck, Pumpe St. Georgen, Pumpe Fusch, Tank Saalbach, Pumpe Viehhofen, Schlauch Maishofen
FF Kat-Zug Flachgau 4: MTF Siezenheim, Tank Grödig, Tank Fürstenbrunn, LF Großgmain, LF Anif-Niederalm, RLF Wals-
Siezenheim, Last Wals-Siezenheim
weiters: KDO Pinzgau (FF Saalfelden), KDO Uttendorf (Beobachter)
FF gesamt:  29 Fahrzeuge
(10 TLF, 6 KLF, 3 LF, 1 RLF, 1 SRF, 4 KDO, 4 MTF/Last)
RK Zell am See:
1 KTW 
Mannschaftsstärke FF gesamt: 200 (davon 49 Kat.-Zug Flachgau)
RK: 3 + Feuerwehrarzt Dr. Lahoda
Ausbildungsende 17:00
(für Kat.-Zug Flachgau 19:00 Uhr)
Ausbildungsleiter OFK Zell am See BR Leopold Winter
Übungsbeobachter: 
LFK LBD Anton Brandauer
AFK 3 Pinzgau BR Franz Fritzenwanger
BI Alexander Zotter
Bgm. Dr. Georg Maltschnig
Vzbgm. Peter Haitzmann
Vzbgm. Anton Pichler
 

Ausbildung-Kurzbeschreibung

Am Samstag, 12. Juni 2004, wurde eine Abschnittsübung der Feuerwehren des Abschnittes Pinzgau 2 und des Kat.-Zuges des Abschnittes Flachgau 4 durchgeführt. Daran nahmen insgesamt 200 Männer/Frauen aus 16 Feuerwehren mit 29 Einsatzfahrzeugen teil. Folgendes  Übungsszenario wurde angenommen:  "durch Blitzschlag wird ein Waldbrand im Bereich „Filz“ ausgelöst, dieser droht sich über den Bergrücken zwischen der Breiteckalm und der Schmittenhöhe auszudehnen. Dabei sind u.a. die Bergstation der Schmittenhöhebahn, das Berghotel Schmittenhöhe, das Restaurant Panoramapfiff, die Breiteckalm  und weitere Liftanlagen gefährdet." Als Besonderheit dieser Übung wurde festgelegt, dass die Feuerwehren des Abschnittes Pinzgau 2 durch einen Katastrophenhilfszug aus dem Flachgau unterstützt werden.
Um 08:50 Uhr forderte der Ortsfeuerwehrkommandant von Zell am See, BR Leopold Winter, als Einsatzleiter beim Landesfeuerwehrkommandant von Salzburg, LBD Anton Brandauer, einen Kat.-Zug aus dem Flachgau zur Hilfsleistung an. LBD Brandauer beauftragte die Landesnachrichtenzentale der Feuerwehren mit der Alarmierung des Kat.-Zuges des Abschnittes Flachgau 4. Die Ortsfeuerwehrkommandanten der in  diesem Kat.-Zug vorgesehen Feuerwehren wurde durch die LNZ informiert. Die Einsatzkräfte sollten sich spätestens um 11:45 Uhr beim Sammelplatz beim Haupttor der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim einfinden. Um 12,00 Uhr rückte der Kat.-Zug unter Führung des zuständigen Abschnittsfeuerwehrkommandaten BR Josef Eisl geschlossen in den Pinzgau ab. Ab Unken wurde er von einer Motorradstreife des Gendarmerieposten Zell am See eskortiert. Nachdem der Kat.-Zug um 13:17 im vorgesehenen Bereitstellungsraum in Zell am See eingetroffen war, wurde einige Fahrzeuge betankt und dann unter Führung des OFK-Stv. von Zell am See, HBI Berhard Blassnigg, in das Einsatzgebiet im Bereich der Schmittenhöhe geleitet.
Um 13:02 wurde der Alarm für die FF Zell am See zu diesen Waldbrand ausgelöst, in Folge dann die Feuerwehren des Abschnittes 2 Pinzgau angefordert. Um 13:34 erreichte Tank 3 Zell sein Einsatzobjekt in fast 2.000 m Seehöhe, das Berghotel Schmittenhöhe. Um 13:39 wurde "Wasser marsch" an den Strahlrohren auf dem höchsten Punkt des Übungsbereiches gegeben.  Auf dem gesamten ca, 1,3 km langen Bergrücken zwischen Einfahrt Trass und dem Berghotel gingen nach und nach die Einsatzkräfte in Stellung und bauten die geplante Wasserwand auf.  Als Wasserentnahmestellen dienten die Beschneiungsanlage der Schmittenhöhe (an 11 Stellen wurde mit speziellen Übergangstücken Wasser entnommen),  als Saugstelle für die Relaisleitungen ein Teich der Beschneiungsanlage und ein Wasserbehälter im Bereich der Bergstation der Schmittenhöhebahn. Der Funkverkehr wurde auf drei Kanälen abgewickelt. Die Anfahrt zu den einzelnen Einsatzbereichen war schwierig und stellte an die Maschinisten äußerst hohe Anforderungen, waren doch teilweise äußerst steile Wegstrecken zu bewältigen. Durch das schlechte Wetter (teilweise Regen und Nebel) konnte der geplante Einsatz eines Hubschraubers der Fa. Knauss nicht erfolgen.
Nachdem die gesteckten Zeile für diese Übung erreicht wurden (z.B. Alarmierung eines Kat.-Zuges und Verlegung in das Einsatzgebiet, Aufbau einer Einsatzleitung, Wasserentnahme aus der Beschneiungsanlage, Wasserförderung über die verschiedenen Relaisleitungen, Zusammenarbeit einer größen Anzahl von eingesetzten Feuerwehren usw.) wurde die Übung beendet.
Bei der Übungsbesprechung im Bereich der Talstation der Schmittenhöhebahn bedankte sich Bgm. Dr. Georg Maltschnig bei allen Teilnehmern und sprach seine Bewunderung für die großen Leistungen der eingesetzten Feuerwehren aus. Landesfeuerwehrkommandant Anton Brandauer zeigte sich mit der Alarmierung und der Verlegung des Flachgauer Kat.-Zuges in den Pinzgau sehr zufrieden. Die Übungs selbst beurteilte er als gut gelungen, wobei das angenommen Übungsszenario sehr realitätsnah und für die Teilnehmer äußerst anspruchsvoll war. Ortsfeuerwehrkommandant Leopold Winter als Gesamteinsatzleiter konnte den zufriedenstellenden Übungsablauf feststellen und dankte allen Teilnehmern für die engagierte Teilnahme und das sachkundige Arbeiten. Dem RK und den Bediensteten der Schmittenhöhebahn dankte er für die große Unterstützung und gute Zusammenarbeit.

Weitere Infos aus dem Übungsplan:

Einsatzleiter:
                                       BR    Leopold Winter
Einsatzleiter Berghotel:                      OBM Bernd Hainzl
Einsatzleiter Panoramapfiff:              BM    Volker Keidel
Eiinsatzleiter Breiteck:                       HBI   Siegfried Hainzl
Einsatzleiter Trass:                             BM   Werner Hörl
Einsatzleiter Kat-Zug Flachgau:        BR      Josef Eisl                                                         
    HBI    Gerhard Blassnigg
Beschneiungsanlage:                          OLM  Josef Steinacher

Die FF Zell am See begann mit eigenen Mitteln mit dem Aufbau der „Riegelstellung“ im oberen Bereich und dem Objektschutz für das Berghotel Schmittenhöhe (1.970 m) und das Panoramapfiff (1.900 m). Wasserversorgung aus Behälter bei Bergstation Schmittenhöhebahn, Hydranten der Beschneiungsanlage und durch Wassertransporte mittels Tanklöschfahrzeugen.

Die Feuerwehren des Abschnittes 2 Pinzgau bauten die „Riegelstellung“ im Bereich oberhalb der Breiteckalm (1.770 m) und der Einfahrt zur Trass (1.720 m) aus. Wasserversorgung über Relaisleitungen bzw. aus Hydranten der Beschneiungsanlage.

Der Kat-Zug Flachgau 4 übernimmt Objektschutz und Teil der „Riegelstellung“ im Bereich Breiteckalm/Einfahrt Trass, Wasserversorgung aus Beschneiungsteich (1.680 m) über zwei Relaisleitungen.   

BEREITSCHAFT/ALARMIERUNG WÄHREND ÜBUNG:
In jeder Gemeinde des Abschnittes 2 Pinzgau ist auch während der Übung zumindestens 1 Tanklöschfahrzeug oder Rüstlöschfahrzeug vorhanden. Durch den jeweiligen OFK ist dafür Sorge zu tragen, dass im Alarmfall die Besetzung dieser Einsatzfahrzeuge garantiert ist.
Zusätzlich erfolgt folgende, weitere Alarmierungskette  

Brandalarm: für die jeweilige Gemeinde wird sofort Alarmstufe 4 ausgelöst
          
zusätzlich Anforderung von:
FF Taxenbach (für Bruck und Fusch)
FF Niedersill (für Piesendorf und  Kaprun)
FF Saalfelden (für Saalbach/Hinterglemm, Viehhofen, Maishofen und Zell/See)

Bergeschere: zusätzlich zur örtlichen Feuerwehr und der zuständigen „Bergescherefeuerwehr“ wird alarmiert:

FF Taxenbach (für Bruck und Fusch)
FF Niedersill (für Piesendorf und  Kaprun)
FF Saalfelden (für Saalbach/Hinterglemm, Viehhofen, Maishofen und Zell/See)

Fotos: Richard Ronacher