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Ausgerückte
Fahrzeuge |
FF
Zell am See:
ASF Pinzgau, GSF Pinzgau,
DL, KDO mit MGV, OFK
FF Uttendorf, Bramberg, Mittersill,
Stuhlfelden, Niedernsill, Piesendorf,
Kaprun und Saalfelden: 22
BFK Pinzgau
Gesamt: 27 |
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Die LAWZ Salzburg alarmierte um 00:21 die BAWZ Gruppe der FF Zell am See
aufgrund eines Brandes der Alarmstufe 3 bei der Firma Keil / Nindl in Uttendorf.
Umgehend wurde die BAWZ Pinzgau besetzt und Kontakt mit der
Einsatzleitung in Uttendorf hergestellt. Auf Anforderung des
Einsatzleiters AFK3 Fritzenwanger Franz rückten Mitglieder der FF Zell
am See mit den Überörtlichen Fahrzeugen bzw. Gerätschaften ab 00:46 Uhr
zur Einsatzstelle aus.
Beim Atemschutzfahrzeug wurde der
Atemschutzsammelplatz eingerichtet. Über die Drehleiter wurde mit dem
B-Wenderohr ein Außenangriff durchgeführt. Der mobile Großventilator wurde
zum Ent- bzw. Belüften der vom Brand betroffenen Hallen verwendet.
Eine Verpuffung im Holzspänesilo dürfte die Ursache für das Feuer sein.
Brennende Teile fielen auf das Plexiglasdach der Lagerhalle, brannten
sich durch den Kunststoff und entzündeten das in der Halle gelagerte
Holz.
Als die rund 200 Feuerwehrleute aus dem ganzen Oberpinzgau kurz nach
Mitternacht auf dem Gelände des Snowboardherstellers Keil in Uttendorf
eintrafen, stand die Holzlagerhalle in Flammen. Das darin gelagerte
Holz, das für die Produktion der Boards sehr trocken sein muss, brannte
nach Auskunft der Feuerwehrmänner wie Zunder.
Übergreifen des Feuers verhindert.
Die angrenzende Halle, in der auch Chemikalien
gelagert waren, war vom brennenden Gebäude zwar durch eine Brandmauer
getrennt. Aber die Flammen drohten über das Dach auf die Halle
überzugreifen. "Die Feuerwehr hat hier ganze Arbeit geleistet, schildert
der Pinzgauer Katastrophenreferent Kurt Reiter: "Es war nämlich
notwendig, den Teil der Produktionshalle vom Brand abzuschirmen, in
denen die Snowboards und die Chemikalien gelagert waren." Die Lagerhalle
wurde vorsorglich von den Feuerwehrleuten geräumt.
"Das Feuer ist eines der größten in meiner
Feuerwehrzeit", sagt Einsatzleiter Franz Fritzenwanger, "Wir haben
natürlich mit den Chemikalien Riesenprobleme gehabt. Aber durch die
Vorsorge eines Sonderalarmplans, der seinerzeit von der
Bezirkshauptmannschaft verordnet worden ist, war das natürlich alles im
Überblick - auch durch die Übungen, die wir regelmäßig in der Firma
machen. Durch die Verbrennung von Kunststoffen entsteht natürlich
Blausäure - und die ist höchst giftig."
Die Einsatzkräfte hatten das Feuer gegen 4.30 Uhr unter Kontrolle. Die
Nachlöscharbeiten sind allerdings sehr schwierig, "weil durch die
Brandbelastung Einsturzgefahr der Werkhalle besteht", ergänzt Reiter,
"Hier sind Stahlbetonträger so stark der Brandbelastung ausgesetzt
gewesen, dass der Statiker ein Betreten der Halle noch nicht zugelassen
hat." Millionen-Schaden vermutet.
Verletzt wurde beim Brand niemand.
Weiters waren folgende Kräfte vor Ort:
Polizei mit 8 Mann mit 4 Fahrzeugen
Bezirkshauptmannschaft mit 2 Mann mit 1 Fahrzeug
Rotes Kreuz mit 2 Mann mit 1 Fahrzeug
Fotos: FF Bramberg |