Freiwillige Feuerwehr
der Stadt Zell am See
Einsatzgeschehen

Einsatzart Brand einer Skifabrik
Einsatzort

Fa. Keil / Nindl Ski / Snowboard - Uttendorf

Datum/Uhrzeit 21.03.2008 / 00:21
Alarmstufe BAWZ- und Gefahrgutgruppe der FF Zell
Ausgerückte Fahrzeuge FF Zell am See: ASF Pinzgau, GSF Pinzgau,
DL, KDO mit MGV, OFK
FF Uttendorf, Bramberg, Mittersill,
Stuhlfelden,  Niedernsill, Piesendorf,
Kaprun und Saalfelden:
 22
BFK Pinzgau
Gesamt: 27
Mannschaftsstärke FF Zell am See: 16
FF Uttendorf, Bramberg, Mittersill,
Stuhlfelden,  Niedernsill, Piesendorf,
Kaprun und Saalfelden:
 176
BFK Pinzgau
Gesamt: 192
Einsatzende 06:30 für Zell am See
Einsatzleiter GEL: AFK3 Fritzenwanger Franz
FF Zell am See: OFK Winter Leopold
 

Einsatz-Kurzbeschreibung

Die LAWZ Salzburg alarmierte um 00:21 die BAWZ Gruppe der FF Zell am See aufgrund eines Brandes der Alarmstufe 3 bei der Firma Keil / Nindl in Uttendorf.
Umgehend wurde die BAWZ Pinzgau besetzt und Kontakt mit der Einsatzleitung in Uttendorf hergestellt. Auf Anforderung des Einsatzleiters AFK3 Fritzenwanger Franz rückten Mitglieder der FF Zell am See mit den Überörtlichen Fahrzeugen bzw. Gerätschaften ab 00:46 Uhr zur Einsatzstelle aus.
Beim Atemschutzfahrzeug wurde der Atemschutzsammelplatz eingerichtet. Über die Drehleiter wurde mit dem B-Wenderohr ein Außenangriff durchgeführt. Der mobile Großventilator wurde zum Ent- bzw. Belüften der vom Brand betroffenen Hallen verwendet.
Eine Verpuffung im Holzspänesilo dürfte die Ursache für das Feuer sein. Brennende Teile fielen auf das Plexiglasdach der Lagerhalle, brannten sich durch den Kunststoff und entzündeten das in der Halle gelagerte Holz.
Als die rund 200 Feuerwehrleute aus dem ganzen Oberpinzgau kurz nach Mitternacht auf dem Gelände des Snowboardherstellers Keil in Uttendorf eintrafen, stand die Holzlagerhalle in Flammen. Das darin gelagerte Holz, das für die Produktion der Boards sehr trocken sein muss, brannte nach Auskunft der Feuerwehrmänner wie Zunder.
Übergreifen des Feuers verhindert. Die angrenzende Halle, in der auch Chemikalien gelagert waren, war vom brennenden Gebäude zwar durch eine Brandmauer getrennt. Aber die Flammen drohten über das Dach auf die Halle überzugreifen. "Die Feuerwehr hat hier ganze Arbeit geleistet, schildert der Pinzgauer Katastrophenreferent Kurt Reiter: "Es war nämlich notwendig, den Teil der Produktionshalle vom Brand abzuschirmen, in denen die Snowboards und die Chemikalien gelagert waren." Die Lagerhalle wurde vorsorglich von den Feuerwehrleuten geräumt. "Das Feuer ist eines der größten in meiner Feuerwehrzeit", sagt Einsatzleiter Franz Fritzenwanger, "Wir haben natürlich mit den Chemikalien Riesenprobleme gehabt. Aber durch die Vorsorge eines Sonderalarmplans, der seinerzeit von der Bezirkshauptmannschaft verordnet worden ist, war das natürlich alles im Überblick - auch durch die Übungen, die wir regelmäßig in der Firma machen. Durch die Verbrennung von Kunststoffen entsteht natürlich Blausäure - und die ist höchst giftig."
Die Einsatzkräfte hatten das Feuer gegen 4.30 Uhr unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten sind allerdings sehr schwierig, "weil durch die Brandbelastung Einsturzgefahr der Werkhalle besteht", ergänzt Reiter, "Hier sind Stahlbetonträger so stark der Brandbelastung ausgesetzt gewesen, dass der Statiker ein Betreten der Halle noch nicht zugelassen hat."
Millionen-Schaden vermutet. Verletzt wurde beim Brand niemand.

Weiters waren folgende Kräfte vor Ort:
Polizei mit 8 Mann mit 4 Fahrzeugen
Bezirkshauptmannschaft mit 2 Mann mit 1 Fahrzeug
Rotes Kreuz mit 2 Mann mit 1 Fahrzeug

Fotos: FF Bramberg